Zyklusbeobachtung
So kann Lady-Comp Dich dabei unterstützen, Deinen Zyklus kennenzulernen
Jede Frau ist einzigartig und genauso ist es auch mit dem Zyklus: Manche Zyklen sind länger, manche kürzer und auch der Zeitpunkt des Eisprungs kann variieren. Dabei unterscheidet sich der Zyklusverlauf nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Zyklus zu Zyklus. Lady-Comp erstellt Dein ganz eigenes Profil und passt die Prognosen auf Basis Deines Zyklusverlaufs und über 10 Millionen bereits analysierter Zyklen an. [¹]
Die biologischen Grundlagen
Die physiologische Grundlage für die Messung der sogenannten Basaltemperatur (kurz: BBT), auch Aufwachtemperatur genannt, ist, dass Deine Körpertemperatur ca. 24 Stunden nach dem Eisprung durch das Hormon Progesteron leicht ansteigt [²] und dann bis zum Eintritt der Menstruation auf einem konstant hohen Niveau (ca. 0.2 °C über dem durchschnittlichen Temperaturniveau)[³] bleibt. Die Basaltemperatur wird vom Zykluscomputer verwendet, um zu berechnen und zu bestätigen, wann und ob Du Deinen Eisprung hattest. Sie wird direkt nach dem Aufwachen im Mund unter der Zunge gemessen.
- Jede Frau hat nur einen Eisprung pro Zyklus.[⁴]
- Falls in seltenen Fällen zwei oder mehr Eisprünge vorkommen, finden diese immer innerhalb von 24 Stunden statt.[⁹]
- Nach dem Eisprung kann die Eizelle höchstens 18 Stunden befruchtet werden.
- Nach dem Geschlechtsverkehr sind die Spermien im Körper der Frau höchstens 120 Stunden (= 5 Tage) lang bewegungs- und befruchtungsfähig.[⁵]
- Das heisst: Eine Schwangerschaft kann an nur maximal sechs von durchschnittlich 28 Tagen eintreten – fünf Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs.[⁶]
Hormone und Temperaturen
In Deinem Zyklus spielen vor allem die Hormone Östrogen, Progesteron, FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon) und Testosteron eine Rolle: FSH und LH sorgen dafür, dass das Ei (lt. Ovum) reift. Nach der Ovulation wandelt sich die Eihülle (Follikel) in den Gelbkörper um und produziert das Hormon Progesteron welches dafür sorgt, dass deine Basaltemperatur leicht ansteigt.[²] Östrogen bewirkt, dass die Gebärmutterschleimhaut dicker und mehr Zervixschleim produziert wird.[⁷]
Dieses Schema nimmt der Zykluscomputer als Grundlage für seine Berechnungen und filtert so jene sechs Tage im Zyklus heraus, an denen eine Empfängnis potentiell möglich ist.[⁶]
Zyklus berechnen bei unregelmässigen Zyklen
Zyklusschwankungen sind ganz normal und gehören zu Deinem Zyklus wie Dein Eisprung. Innerhalb eines Jahres schwankt Dein Zyklus im Durschnitt um bis zu 7 Tage.[⁸] Diese natürliche Fluktuation hat keinen Einfluss auf die Genauigkeit des Zykluscomputers.[¹]
Lady-Comp berechnet Deinen aktuellen Fruchtbarkeitsstatus und den Verlauf Deines Zyklus auf Basis der täglichen Messung der Basaltemperatur und der Länge Deiner vergangenen Zyklen. Die Berechnung erfolgt für jede Frau individuell und berücksichtigt dabei die persönliche Varianz der Temperaturkurve vor und nach dem Eisprung in Echtzeit. Der lernende Algorithmus überprüft jede einzelne Messung und stellt sicher, dass die Berechnung Deines täglichen Fruchtbarkeitsstatus nicht verfälscht wird, wenn er eine abnormale Schwankung entdeckt. So ist es möglich, die besonders hohe Genauigkeit bei einer einfachen Bedienung zu garantieren.[¹]
Quellenregister
[¹] van de Roemer A, Haile K & Koch MC (2021). Analysis of the performance of a digital fertility tracking device. European Journal of Contraception and Reproductive Health Care, 26(2): 111–118. DOI: 10.1080/13625187.2021.1871599 — Open Access
[²] Barron ML & Fehring RJ (2005). Basal body temperature: A history and rationale for its use in family planning. MCN, 30(5): 290–296.
[³] Valley Electronics AG (2019). Literature Review 4.00 — Daysy Clinical Evaluation (intern).
[⁴] Frank-Herrmann P et al. (2007). The effectiveness of a fertility awareness based method to avoid pregnancy. Human Reproduction, 22(5): 1310–1319. DOI: 10.1093/humrep/dem003 // Freundl G, Frank-Herrmann P & Gnoth C (2010). Cycle Monitors and Devices in Natural Family Planning. J Reproduktionsmed Endokrinol, 7(Sonderheft 1): 90–96. [Table 4: Babycomp/LC 4,7% false negatives] // Freundl G et al. (1998). Retrospective clinical trial of contraceptive effectiveness of the electronic fertility indicator Ladycomp/Babycomp. Adv Contracept, 14: 97–108.
[⁵] Suarez SS & Pacey AA (2006). Sperm transport in the female reproductive tract. Human Reproduction Update, 12(1): 23–37. // Wilcox AJ, Weinberg CR & Baird DD (1995). NEJM, 333(23): 1517–1521.
[⁶] Freundl G, Frank-Herrmann P & Gnoth C (2010), s.o. [Direktzitat s. Annotation] // Wilcox AJ, Weinberg CR & Baird DD (1995). NEJM, 333(23): 1517–1521. // Wilcox AJ, Dunson D & Baird DD (2000). BMJ, 321: 1259–1262.
[⁷] Barron & Fehring (2005), s.o. // van de Roemer N (2021). Hormone die den weiblichen Zyklus beeinflussen.
[⁸] Fehring RJ, Schneider M & Raviele K (2006). Variability in the phases of the menstrual cycle. JOGNN, 35: 376–384. DOI: 10.1111/j.1552-6909.2006.00051.x
[⁹] Raith-Paula E, Frank-Herrmann P, Freundl G & Strowitzki T (2008). Natürliche Familienplanung heute. 4. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg. ISBN 3-540-73439-2. // Baerwald AR, Adams GP & Pierson RA (2003). Fertility and Sterility, 80(1): 116–122. DOI: 10.1016/S0015-0282(03)00544-2